Arbeiten beim Freistaat Thüringen bedeutet Vielfalt, Sicherheit und Zukunftsperspektiven. Mit über 100 verschiedenen Berufsfeldern bietet der Freistaat eine breite Palette an Möglichkeiten – ob in Verwaltung, Bildung, Technik, Gesundheit oder Umwelt. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen eine Auswahl an Berufen vor, die fortlaufend ergänzt wird. Hier finden Sie nicht nur einen krisensicheren Arbeitsplatz, sondern auch die Chance, sich beruflich weiterzuentwickeln und aktiv zur Gestaltung der Region beizutragen. Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Strukturen und attraktive Sozialleistungen runden das Angebot ab. Werden Sie Teil eines engagierten Teams und gestalten Sie Thüringens Zukunft mit!

Ein feierlich gedeckter Tisch

Was macht man in diesem Beruf?

Man ist unter anderem an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung verschiedenster Veranstaltungen beteiligt. Zudem organisiert man Reisen des Thüringer Ministerpräsidenten und der Hausleitung der Thüringer Staatskanzlei.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Man hat abwechslungsreiche Aufgaben sowohl im Büro als auch vor Ort bei Veranstaltungen.

Brauche ich Arbeitskleidung?

Für die tägliche Arbeit im Büro genügt ein Casual/Business-Casual-Look. Für ein Treffen mit Dienstleistern und Partnern sowie generell auf Veranstaltungen darf es dann gerne der Business-Look sein.

Botschafter-Ehepaar und Thüringer Ministerpräsident

Was sind typische Aufgaben?

Zu dem Aufgabenfeld eines Bürosachbearbeiters für Protokoll- und Ordensangelegenheiten gehören allgemeine Büroaufgaben, wie Korrespondenzen oder das Pflegen von Adressdatenbanken. Zudem ist man am Glückwunsch- und Kondolenzwesen beteiligt und verwaltet die Geschenke des Ministerpräsidenten (eingehend und ausgehend). Zu den weiteren Tätigkeiten gehört die Recherche, Ausschreibung und Vorbereitung der Vergabe von verschiedensten Dienst- sowie Lieferleistungen.

An der Vorbereitung von Veranstaltungen und Reisen ist man ebenfalls beteiligt. Dabei müssen zum Beispiel Speisen- und Getränkeangebote abgestimmt, Menü-, Namens-, und Tischkärtchen erstellt und Fahrzeuge bzw. Flüge organsiert werden. Wenn eine Veranstaltung dann geplant ist, begleitet man diese entsprechend, dabei müssen zum Beispiel Gäste eingelassen und Dienstleister koordiniert werden. Nach einer Veranstaltung erfolgt dann eine Nachbereitung, dazu gehört zum Beispiel die Rechnungskontrolle.

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Man sollte Spaß daran habe verschiedenste Dinge zu organisieren, kommunikativ, teamfähig und kreativ sein. Eine gute Ausdrucksweise sowie versierte Englischkenntnisse sind auch von großem Wert. Zudem kann es nicht schaden einen Sinn für Ästhetik und ein souveränes Auftreten zu haben.

Welcher fachlichen Qualifikationen bedarf es?

Man benötigt eine abgeschlossene Verwaltungsausbildung im mittleren Dienst oder eine abgeschlossene Ausbildung als Veranstaltungskauffrau/-mann.

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

Mit einem aufbauenden Studium ist es möglich in die Position eines Sachbearbeiters aufzusteigen.

Werkzeug eines Geomatikers II

Was macht man in diesem Beruf?

Als Geomatiker/in ist man für die Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Darstellung geografischer Informationen und Daten zuständig. Es ist ein vielseitiger Beruf, der sowohl im Innen- als auch im Außendienst stattfinden kann. Geomatiker/innen sind dabei in verschiedenen Branchen tätig, wie zum Beispiel Vermessung, Kartografie, Geoinformatik, Stadtplanung und Umweltschutz bis hin zu Industrie und Kriminalistik.

Werkzeug eines Geomatikers I

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit eines Geomatikers oder einer Geomatikerin umfasst sowohl Tätigkeiten im Büro mit spezialisierten Programmen, insbesondere im Bereich der Geoinformationssysteme, als auch den Einsatz im Außendienst in Dörfern, Städten, an Verkehrsanlagen und im Gelände. Dabei werden Geodaten mithilfe spezieller Technik wie z.B. GNSS-Geräten, Laserscannern und sog. Totalstationen erfasst.

Brauche ich Arbeitskleidung?

Für die Außeneinsätze sind wetterfeste Kleidung sowie Schutzkleidung wichtig.

Was sind typische Aufgaben?

  • Erfassung und Beschaffung von Geodaten: Eine Aufgabe des Geomatikers besteht darin, Daten mit Raumbezug zu erfassen. Dies kann durch die Verwendung von GNSS-Geräten, Laserscanning-Technologien, terrestrischer Vermessung oder Luftbildern erfolgen.
  • Datenverarbeitung und -analyse: Nach der Datenerfassung müssen die Informationen verarbeitet und ausgewertet werden. Geomatiker nutzen spezielle Software, um die Daten zu bearbeiten, zu korrigieren, zu kombinieren und daraus aussagekräftige Modelle zu erstellen.
  • Liegenschaftskataster: Im Außendienst führen Geomatiker Vermessungsarbeiten durch, z.B. bei Flurstücksteilungen, Gebäudeeinmessungen oder auch Straßenschlussvermessungen.
  • Umsetzen von Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimedialen Produkten: Geomatiker arbeiten bei der Erstellung von Karten mit, egal ob topografische oder Wanderkarten, Liegenschafts- oder Umweltkarten. Im Zuge der Digitalisierung haben aber auch Präsentationen und multimediale Produkte, z.B. im Bereich 3D-Stadtmodelle, erheblich an Bedeutung gewonnen.
  • Geodatenmanagement: Geomatiker verwalten und pflegen geografische Datenbanken. Sie sorgen dafür, dass die Daten korrekt, aktuell und zugänglich sind.
  • Unterstützung bei Planungsprozessen: Geomatiker unterstützen Stadtplaner, Architekten, Ingenieure und Umweltschutzexperten bei der Planung und Gestaltung von Projekten. Durch die Verknüpfung von Geobasisdaten mit verschiedenen Sachdaten helfen sie bei der Identifizierung von Problemen und der Erarbeitung von Lösungen.
  • Klima und Umwelt: Im Zusammenspiel von Rohstoff-Ressourcen, Verkehrsnetzen und sozialer Infrastruktur arbeiten Geomatiker bei der Optimierung von Entscheidungsprozessen mit. Sie analysieren Ökosysteme und bewerten die Auswirkungen bestimmter Maßnahmen auf Umwelt und Natur.

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Gute Kenntnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik, Physik, Geographie, Englisch und Informatik sowie ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen sind von Vorteil.

Da der Beruf technisch geprägt ist, sollte ein gewisses Interesse für Technik, IT und multimediale Technologien ebenfalls vorhanden sein.

Im Zusammenhang mit der Prüfung von Projekten und der Pflege von Daten sollte man sich auch für verwaltende, organisatorische und prüfende Tätigkeiten begeistern können.

Des Weiteren sollte die körperliche Verfassung ausreichend sein, da die Arbeit auch außerhalb des Büros stattfinden kann.

Welcher fachlichen Qualifikation bedarf es (bei ausländischen Berufsabschlüssen)?

Kommt man aus einem EU-Land und kann der Berufsabschluss mit einem Abschlusszeugnis nachgewiesen werden, kann man ohne Anerkennungsverfahren in Deutschland arbeiten.

Kommt man aus einem Drittland (alle Staaten außer EU / EWR / Schweiz) und will in Deutschland arbeiten, muss man ein Anerkennungsverfahren durchlaufen. Die Anerkennung muss bereits aus dem Herkunftsland beantragt werden.

Ausbildung

Wie lange dauert die Ausbildung?

3 Jahre

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung findet im Dualen System statt, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Ausbildungsbetriebe können Firmen, Behörden und Kommunen, aber auch Verbände sein.

Im 1. Ausbildungsjahr werden die Grundlagen der Geoinformationstechnologie und des Geodatenmanagement vermittelt sowie berufsbezogene Normen, Verordnungen und Standards.

Im 2. und 3. Ausbildungsjahr arbeitet man mit Informations- und Kommunikationssystemen der Geoinformatik, realisiert Geodaten in multimedialen Produkten und lernt ganzheitliche Prozesse des Geodatenmanagements kennen. Auch rücken die vollständige Auftragsabwicklung und das Marketing stärker in den Vordergrund.

Gibt es ein Mindestalter für die Ausbildung?

In Deutschland darf man eine Ausbildung beginnen, wenn man nicht mehr der Vollzeitschulpflicht unterliegt, also mindestens neun Jahre eine allgemeinbildende Schule besucht hat. Danach ist man i.d.R. mindestens 15 Jahre alt.

Da mindestens ein Realschulabschluss empfohlen wird, kann von 16 Jahren ausgegangen werden.

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?

Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen zu einer schulischen Vorbildung als Voraussetzung für die Ausbildung. Ein Realschulabschluss wird empfohlen. Die meisten Auszubildenden haben einen Realschulabschluss oder das (Fach-) Abitur.

Ausländische Schulabschlüsse müssen kein Anerkennungsverfahren durchlaufen (siehe oben).

Anmerkung für Minderjährige: Jugendliche unter 18 Jahren benötigen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.

Duales Studium "Vermessung und Geoinformatik" beim Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation

Wie lange dauert das duale Studium?

7 Semester mit anschließender 5-jähriger Arbeitsplatzbindung

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

  • Wechsel zwischen Theorie und Praxis
  • Theoriephasen an der Hochschule Anhalt in Dessau
  • Schwerpunkte im Studium:
    • Ingenieurvermessung, Liegenschaftswesen, Bodenordnung und Grundstückswertvermittlung, Fernerkundung und Photogrammetrie, Raumbezogene Auswertetechnik und Visualisierung, Anwendung, Konzeption und Entwicklung von Geoinformationssystemen, Geoinfrastrukturen

Wie hoch ist die Vergütung?

Studium beim TLBG: für die Dauer des Studienvertragsverhältnisses monatlich 1.400,00€ (Stand 2023 gem. Richtlinie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder)

Ausbildung Brutto:

Privatwirtschaft: ca. 750 € im 1. Ausbildungsjahr, ca. 850 € im 2. Ausbildungsjahr, ca. 950 € im 3. Ausbildungsjahr

öffentlicher Dienst: 1087 € im 1. Ausbildungsjahr, 1141 € im 2. Ausbildungsjahr, 1191 € im 3. Ausbildungsjahr (Stand 2023 gem. TVA-L BBiG)

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

  • für ausgebildete Geomatiker:
    • Bachelor-Studium (wenn die schulischen Voraussetzungen erfüllt sind).
  • für Bachelor-Absolventen:
    • Master Studium im gleichen oder ähnlichen Bereich (je nach Voraussetzung der FH oder Universität)
  • für Master-Absolventen:
    • Referendariat bei der Landesbehörde
  • Mitarbeiter bis Führungsposition in privatwirtschaftlichen Betrieben oder in der Verwaltung möglich

Wo übt man diesen Beruf aus?

Sowohl am Schreibtisch als auch in der Natur

Wir haben Dein Interesse geweckt?

Weitere Information findest Du auf den Ausbildungsseiten des Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation.

Was macht man in diesem Beruf?

Justizsekretär*innen sind als Beamte des mittleren Justizdienstes im Laufbahnzweig mittlerer allgemeiner Justizdienst für den reibungslosen Ablauf der Verfahren bei Gerichten und Staatsanwaltschaften verantwortlich. Sie nehmen Anträge von rechtssuchenden Personen auf, verwalten die Posteingänge und fertigen Schriftstücke an, überwachen Fristen, führen Protokoll in den Gerichtsverhandlungen, berechnen die Gerichtskosten und vollstrecken bei den Staatsanwaltschaften eigenständig die verhängten Geldstrafen. Mit den verantwortungsvollen und vielseitigen Aufgaben tragen sie wesentlich zur Rechtsgewährung gegenüber rechtsuchenden Personen bei.

RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Außenansicht Justizzentrum Jena
RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Brauche ich Arbeitskleidung?

nein

Was sind typische Aufgaben?

  • Anlegung und Verwaltung der Akten, Überwachung von Fristen und Terminen
  • Fertigung von Schriftstücken
  • Aufnahme von Anträgen, Rechtsmitteln und Erklärungen
  • Erteilung von Vollstreckungsklauseln sowie Rechtskraft- und Notfristzeugnissen
  • Bewirkung der Zustellung von Schriftstücken und der Ladung von Parteien, Zeugen und Sachverständigen
  • Protokollführung in Strafverhandlungen
  • Berechnung und Einziehung von Gerichtskosten
  • Berechnung und Festsetzung der Entschädigungen für Zeugen und der Vergütungen von Sachverständigen
  • eigenständige Abwicklung der Vollstreckung von Geldstrafen bei den Staatsanwaltschaften
Zwei junge Jusitzsekretaerinnen stehen zusammen vor einem Gesetzbuch

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, Entschlussfreudigkeit, Zuverlässigkeit und Teamgeist sind für die Ausübung der vielfältigen Aufgaben ebenso notwendig wie die Fähigkeit zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten. Die Organisation von Büroabläufen sollte Ihnen keine Schwierigkeit bereiten.

Beamte*innen des mittleren Justizdienstes sind häufig die ersten Ansprechpartner*innen für die rechtsuchenden Bürger. Neben umfangreichen Fachkenntnissen werden eine gute Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Einfühlungsvermögen vorausgesetzt.

Ausbildung zum Justizsekretär (m/w/d)

Das Thüringer Oberlandesgerichts stellt zum 1. September eines jeden Jahres Beamtenanwärter*innen in die Laufbahn des mittleren allgemeinen Justizdienstes, Laufbahnzweig Justizsekretär (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?

Realschulabschluss (mittlere Reife) oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder ein gleichwertiger Bildungsstand

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsabschnitte, die jeweils im Wechsel stattfinden und aufeinander aufbauen. Die fachtheoretische Ausbildung findet am Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung in Gotha statt. Dort steht für alle Anwärter*innen eine internatsmäßige Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.

Berufspraktische Fähigkeiten werden an verschiedenen Ausbildungsbehörden (Amtsgerichte, Landgerichte, Fachgerichte und Staatsanwaltschaften) im Freistaat Thüringen vermittelt.

Unsere Ausbildungsgerichte befinden sich in Altenburg, Gera, Rudolstadt, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha, Meiningen, Sonneberg, Bad Salzungen, Eisenach, Mühlhausen, Nordhausen, Sondershausen und Heilbad Heiligenstadt.

Welche Anforderungen gibt es für die Ausbildung?

Formale Anforderungen:

  • Realschulabschluss (mittlere Reife) oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder ein gleichwertiger Bildungsstand
  • Erfüllung der Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach § 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz und
  • Nachweis von Kenntnissen im Maschinenschreiben mit einer Mindestleistung von 140 Anschlägen in der Minute (Ein entsprechender Nachweis kann bis zum Ende des vierten Ausbildungsabschnittes nachgereicht werden.)

Persönliche Anforderungen:

  • hohe Lernbereitschaft und Motivation
  • Freude an der Arbeit mit Gesetzen und Rechtsvorschriften
  • gut ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
  • Teamgeist und soziale Kompetenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Entscheidungsfreude

Welche Vorteile bietet diese Ausbildung?

  • eine interessante und praxisnahe Ausbildung
  • gute Übernahmechancen in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes
  • ein Beamtenverhältnis auf Widerruf ab Beginn der Ausbildung
  • anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Anwärterbezüge (Grundbetrag) A6 ca. 1300 EUR
  • gute Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten
  • Gesundheitsmanagement der Justiz (z.B. Yoga, Massage, Joggen, etc.)
  • regelmäßige Fortbildungen
  • ein sicherer Arbeitsplatz mit guten Aufstiegschancen (z.B. Zusatzausbildung für die Gerichtsvollzieherlaufbahn)

Wo übt man diesen Beruf aus?

In allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://gerichte.thueringen.de/ausbildung/laufbahnzweig-justizsekretaer


Ein Justizoberassistent steht hinter einem Schreibtisch und laechelt

Was macht man in diesem Beruf?

Justizwachtmeister*innen sind Beamte des mittleren Justizdienstes, Laufbahnzweig Justizwachtmeisterdienst.

In allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Freistaats Thüringen sorgen Justizwacht-meister*innen für einen reibungslosen Ablauf des Gerichtsalltags. Sie sind für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Justizgebäuden sowie in den Gerichtsterminen verantwortlich. Sie übernehmen die Vorführung der Gefangenen zu den Terminen und die Bewachung der Vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude. In den Terminen und Sitzungen obliegt ihnen der Vollzug sitzungspolizeilicher Maßnahmen nach richterlicher Weisung. Zu den weiteren Aufgaben im Innendienst gehören der Sicherheits- und Auskunftsdienst an den Eingängen der Dienstgebäude und die Eingangs- und Ausgangsbehandlung der Gerichtspost. Im Außendienst zählen die Zustellung von Schriftstücken und die Beförderung von Personen, Geldern und Wertsachen zu den Aufgaben.

Brauche ich Arbeitskleidung?

Während des Dienstes besteht die Verpflichtung zum Tragen von Dienstkleidung. Sie sind zum Führen verschiedener Führungs- und Einsatzmittel u. a. eines Schlagstockes (EKA), eines Reizstoffsprühgerätes (RSG) und Hand- bzw. Fußfesseln sowie Schutzwesten berechtigt. Sie nehmen regelmäßig an Einsatztrainings teil, um Fähig- und Fertigkeiten zu entwickeln, Einsatzsituationen professionell zu bewältigen.

Was sind typische Aufgaben?

  • den Dienst in Gerichtsverhandlungen, einschließlich des Vollzugs sitzungspolizeilicher Maßnahmen
  • die Vorführung der Gefangenen zu Gerichtsverhandlungen
  • die Bewachung von Gefangenen
  • die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Justizgebäuden und dem dazugehörenden Bereich; z.B. Durchführung der Einlasskontrollen
  • die Abwicklung des Postein- und Postausgangs, ggf. auch im elektronischen Rechtsverkehr
  • das Befördern der Akten innerhalb der Behörde
  • die Vornahme von Zustellungen von Schriftstücken an Verfahrensbeteiligte
  • die Besorgung öffentlicher Aushänge und Bekanntmachungen an der Gerichtstafel
  • Hausdienstgeschäfte, z. B. Öffnen und Verschließen des Dienstgebäudes, Gebäudekontrollen
  • das Führen von Dienstfahrzeugen

RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Außenansicht Justizzentrum Jena
RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, Entschlussfreudigkeit, Zuverlässigkeit und Teamgeist sind für die Ausübung der vielfältigen Aufgaben ebenso notwendig wie die Fähigkeit zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten.

Beamte des mittleren Justizdienstes sind häufig die ersten Ansprechpartner*innen für die rechtsuchenden Bürger. Dies erfordert eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit. Neben umfangreichen Fachkenntnissen werden eine gute Kooperationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen vorausgesetzt.

Ausbildung zur/m Justizwachtmeister*innen

Das Thüringer Oberlandesgerichts stellt zum 1. Oktober eines jeden Jahres Beamtenanwärter*innen für die Laufbahn des mittleren Justizdienstes, Laufbahnzweig Justizwachtmeisterdienst (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?

  • den Realschulabschluss (mittlere Reife) oder
  • den Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweist

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung gliedert sich in drei fachtheoretische und drei berufspraktische Ausbildungsabschnitte, die jeweils im Wechsel stattfinden und aufeinander aufbauen. Die fachtheoretische Ausbildung findet in dem Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung in Gotha statt.

Berufspraktische Fähigkeiten werden an verschiedenen Ausbildungsbehörden (z.B. Gerichten, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten) im Freistaat Thüringen vermittelt.

Welche Anforderungen gibt es für die Ausbildung?

Formale Anforderungen:

  • Realschulabschluss (mittlere Reife) oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder ein gleichwertiger Bildungsstand
  • Erfüllung der Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach § 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz und
  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Führerschein Klasse B

Persönliche Anforderungen:

  • hohe Lernbereitschaft und Motivation
  • gut ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit und soziale Kompetenz
  • Durchsetzungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • uneingeschränkte gesundheitliche Eignung und ein hohes Maß an körperlicher Fitness
  • Bereitschaft zu zeitlich und örtlich flexiblem Einsatz

Welche Vorteile bietet diese Ausbildung?

  • eine interessante und praxisnahe Ausbildung
  • gute Übernahmechancen in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes
  • ein Beamtenverhältnis auf Widerruf ab Beginn der Ausbildung
  • anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Anwärterbezüge (Grundbetrag) A6 ca. 1300 EUR
  • Gesundheitsmanagement der Justiz (z.B. Yoga, Massage, Joggen, etc.)
  • regelmäßige Fortbildungen
  • einen sicheren Arbeitsplatz
Junge Menschen stehen zusammen die vorderen Beiden tragen eine Uniform der Thueringer Justiz

Wo übt man den Beruf aus?

In allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://gerichte.thueringen.de/ausbildung/laufbahnzweig-justizwachtmeister

Was macht man in diesem Beruf?

Rechtspfleger*innen sind als Beamte im gehobenen Justizdienst und selbstständiges Organ der Rechtspflege neben Richter*innen und Staatsanwält*innen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig.

Dabei werden die gesetzlich vorgegebenen Aufgabengebiete selbstständig und unabhängig von Weisungen bearbeitet.

Die Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen und betreffen oftmals sensible Bereiche der Bürger, weshalb neben einem fundierten Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein auch ein hohes Maß an sozialem Verständnis unabdingbar ist.

RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Außenansicht Justizzentrum Jena
RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Brauche ich Arbeitskleidung?

nein

Was sind typische Aufgaben?

Im Laufe der Zeit sind viele bedeutende Bereiche der vormals richterlichen Tätigkeit auf die Bediensteten im Rechtspflegerdienst übertragen worden. Der Schwerpunkt der Aufgaben liegt auf dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die zum sachlichen Zuständigkeitsbereich der Amtsgerichte gehören. Zu den Bereichen zählen das Grundbuch-, Register-, Nachlass-, Familien- und Betreuungsrecht. Aber auch auf dem Gebiet der streitigen Gerichtsbarkeit wie zum Beispiel Insolvenz-, Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs- und Zwangsvollstreckungsrecht oder bei der Vollstreckung von Strafen im Strafverfahren sind Entscheidungen durch die Bediensteten zutreffen.

Eine Rechtpflegerin sitzt am Schreibtisch und blaettert Akten durch

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Der Beruf verlangt neben der Fähigkeit komplexe Sachverhalte zu erfassen, Zusammenhänge zu verstehen und Rechtsfragen herauszufiltern auch die Bereitschaft sich der rechtsuchenden Bürgerschaft anzunehmen und ihr eigenverantwortlich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu helfen.

Im Rechtspflegerdienst müssen Sie Verfahrensfragen klären, Verfahren leiten, über eingehende Anträge entscheiden und diese Entscheidungen angemessen vermitteln und rechtfertigen.

All dies setzt ein umfassendes Fach- und Allgemeinwissen sowie Einfühlungsvermögen, Entschlusskraft, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Ausdrucksvermögen voraus.

Duales Studium (Vorbereitungsdienst)

Das Thüringer Oberlandesgerichts stellt zum 1. September eines jeden Jahres Beamtenanwärter*innen in die Laufbahn des gehobenen Justizdienstes, Laufbahnzweig Rechtspflegerdienst (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für das duale Studium?

Fachhochschulreife oder eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein gleichwertiger Bildungsstand

Wie lange dauert das duale Studium?

Drei Jahre

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Das Studium gliedert sich in folgende Abschnitte:

  • das Fachstudium I mit einem einwöchigen Einführungspraktikum bei einem Amtsgericht,
    Dauer: 11,5 Monate (Studienabschnitt I)
  • das Berufspraktikum I,
    Dauer: 4,5 Monate (Studienabschnitt II)
  • das Fachstudium II,
    Dauer: 9,5 Monate (Studienabschnitt III)
  • das Berufspraktikum II,
    Dauer: 7,5 Monate (Studienabschnitt IV)
  • das Fachstudium III,
    Dauer: 3,0 Monate (Studienabschnitt V)

Während der fachwissenschaftlichen Studienabschnitte lernen und wohnen Sie in der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg a.d. Fulda.

Die praktischen Ausbildungsabschnitte werden an verschiedenen Ausbildungsbehörden im Freistaat Thüringen absolviert. Die Ausbildungsstammgerichte sind Altenburg, Gera, Rudolstadt, Jena, Arnstadt, Weimar, Erfurt, Gotha, Meiningen, Sonneberg, Eisenach, Mühlhausen, Nordhausen und Heilbad Heiligenstadt.

Die fachwissenschaftlichen Studienzeiten sowie die berufspraktischen Ausbildungszeiten sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und bilden eine Einheit.

Die Ausbildung endet mit der Laufbahnprüfung für den gehobenen Justizdienst, welche aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht.

Welche Anforderungen gibt es für das duale Studium?

Formale Anforderungen:

  • Fachhochschulreife oder eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein gleichwertiger Bildungsstand
  • Deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 Grundgesetz
  • Erfüllung der sonstigen Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach § 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz

Persönliche Anforderungen:

  • hohe Lernbereitschaft und Motivation
  • strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise
  • Entscheidungsfreude und Verständnis für rechtliche Zusammenhänge
  • souveränes Auftreten und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
  • Teamgeist und soziale Kompetenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit

Welche Vorteile bietet dieses duale Studium?

  • ein praxisnahes duales Fachhochschulstudium
  • gute Übernahmechancen in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes
  • ein Beamtenverhältnis auf Widerruf ab Beginn des dualen Studiums
  • verantwortungsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Anwärterbezüge (Grundbetrag A 9) ca. 1300 EUR
  • gute Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten
  • Gesundheitsmanagement der Justiz (z.B. Yoga, Massage, Joggen, etc.)
  • regelmäßige Fortbildungen
  • einen sicheren Arbeitsplatz mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Justiz

Wo übt man den Beruf aus?

In allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://gerichte.thueringen.de/ausbildung/gehobener-dienst


Gestaltung des Logos zum Tag der Deutschen Einheit
Thüringen Bühne beim Tag der Deutschen Einheit

Was macht man in diesem Beruf?

Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit verantwortet die Veranstaltungen der Thüringer Staatskanzlei bzw. der Landesregierung, die sich an die breite Öffentlichkeit richten, bei denen es also keinen geschlossenen Teilnehmerkreis mit festem Einladungsverteiler gibt. Darüber hinaus ist er in der Thüringer Staatskanzlei für alle Fragen des Corporate Designs, Anzeigen und Publikationen sowie Messeauftritte verantwortlich.

Wie sind die Arbeitsbedingungen? Brauche ich Arbeitskleidung?

Allgemein ist die Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich. Es kann vorkommen, dass Termine auch mal an Wochenenden oder in den Abendstunden stattfinden, der Beruf erfordert daher eine gewisse Flexibilität. Eine „Arbeitskleidung“ im engeren Sinne gibt es nicht. Jedoch ist es üblich, dass die Mitarbeiter beispielsweise bei Messeauftritten einem Dresscode folgen, der dem Corporate Design des Freistaats entspricht.

Eröffnung der 33. Thüringen Ausstellung

Was sind typische Aufgaben?

Typische Aufgaben eines Referenten in diesem Bereich sind die Konzeption und federführende Organisation verschiedener Veranstaltungen, die Mittelbewirtschaftung (und somit das Controlling von Veranstaltungsprojekten), die Vorbereitung von Verträgen, die Durchführung größerer Vergaben, die Information und Beratung der Hausleitung bzgl. relevanter Vorhaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (beispielsweise die Impfkampagne des Freistaats), die Begleitung des Ministerpräsidenten, die Zusammenarbeit mit Agenturen, Abstimmungen mit Landkreisen und Kommunen, anderen Bundesländern oder der Bundesebene, Abstimmungen mit anderen Ministerien und externen Partnern im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Wünschenswert ist die Bereitschaft, Dienst zu außergewöhnlichen Zeiten und ggf. über das normale Maß hinaus zu verrichten. Wichtig sind Kreativität, Teamfähigkeit, eine kommunikative Art sowie Entscheidungsfreude, ein ergebnisorientiertes, strukturiertes und eigenständiges Arbeiten und „Stressresistenz“ unter Zeitdruck.

Welcher fachlichen Qualifikationen bedarf es?

Es empfehlen sich ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem Bereich, der einen Bezug zur Öffentlichkeitsarbeit oder Themen der Öffentlichkeitsarbeit aufweist, Arbeitserfahrung im Bereich der Verwaltung sowie Erfahrung mit der Durchführung von Vergaben.

Ist es möglich die Ausbildung beim Freistaat absolvieren?

Nein.

Ist es möglich ein Duales Studium für den Beruf beim Freistaat zu absolvieren?

Nein.

Wie hoch ist die Vergütung?

Ein Referent in der Thüringer Staatskanzlei wird zunächst in die Besoldungsgruppe A 13 (E 14) eingruppiert.

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

Die Karriere- und Entwicklungsperspektiven hängen stark von den persönlichen Interessenschwerpunkten ab. So bietet der Freistaat Thüringen Referenten eine Personalentwicklung durch den Zugewinn an Führungsverantwortung (stellvertretender Referatsleiter/ Abteilungsleiter) an. Möglich ist jedoch auch eine Weiterentwicklung durch die Vertiefung der eigenen Kompetenzen (Fortentwicklung durch Übernahme eines verwandten Berufs innerhalb der Landesverwaltung, beispielsweise in einem Fachministerium oder dem nachgeordneten Bereich) und den Gewinn von Verwendungsbreite (Möglichkeit einer befristeten Tätigkeit in der freien Wirtschaft bei Rückkehr in den Öffentlichen Dienst, Möglichkeit der Weiterentwicklung durch Stationen beim Bund oder der Europäischen Union).

Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am Domplatz in Erfurt

Wo übt man diesen Beruf aus?

Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in Thüringen. Immer wieder werden jedoch auch Veranstaltungen in und mit anderen Bundesländern konzipiert und umgesetzt.

Was macht man in diesem Beruf?

Den Justizvollzugsanstalten in Tonna, Untermaßfeld, Hohenleuben, Suhl-Goldlauter, der Jugendstrafanstalt und der Jugendarrestanstalt in Arnstadt in Thüringen obliegt die Versorgung, Betreuung und resozialisierende Behandlung sowie sichere Unterbringung von rund 1.500 Inhaftierten und Arrestanten. Bei den Gefangenen handelt es sich nahezu ausschließlich um Männer, da der Freistaat Thüringen beim Frauenvollzug mit dem Freistaat Sachsen kooperiert.

Die Gefangenen sollen während ihrer Inhaftierung dazu befähigt werden, nach ihrer Strafverbüßung ein Leben ohne Straftaten zu führen.

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Justizvollzug führen deliktspezifische und deliktunspezifische Gruppen- und Einzelbehandlungsmaßnahmen durch.

Sie koordinieren und fördern die Zusammenarbeit mit externen Netzwerkpartnern (z.B. Soziale Dienste in der Justiz, Suchthilfe, Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, Professionelles Übergangsmanagement PÜMaS, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Sozialämter, Wohnungsämter, Jugendämter, Jugendgerichtshilfe, Sozialpsychiatrische Dienste, Übergangswohnheime uvm.)

Was sind typische Aufgaben?

  • Sie sind beteiligt an der Erstellung, Durchführung und Fortentwicklung des Vollzugs- und Eingliederungsplanes.
  • Sie leisten soziale Einzelhilfe und Krisenintervention.
  • Sie unterstützen Gefangene beim Umgang mit Behörden.
  • Sie fördern die sozialen Beziehungen der Gefangenen zu Angehörigen und anderen nahestehenden Personen.
  • Sie nehmen Stellung zu Anträgen auf Strafunterbrechung, zur vorzeitigen Entlassung oder zu beabsichtigten ausländerrechtlichen Maßnahmen.
  • Sie sind an Eignungsprüfungen zu vollzugsöffnenden Maßnahmen beteiligt.
  • Sie unterstützen Entlassungsvorbereitung und Nachsorge.
  • Sie wirken bei der Freizeitgestaltung mit.
  • Sie helfen mit bei der Gewinnung und Unterstützung von ehrenamtlichen Vollzugshelfer*innen.
  • Sie betreuen Studierende der Sozialen Arbeit, die ihr Pflichtpraktikum oder ihr Anerkennungsjahr in der JVA ableisten.
  • Sie begreifen sich als Mitglied in einem Team aus Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes, des Psychologischen Dienstes, Sozialen Dienstes und Medizinischen Dienstes.
Vier Menschen in Uniform der Thüringer Justiz stehen zusammen an einem Treppengelaender

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Sie wollen Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung leisten. Sie haben den Willen, Gefangene zu stabilisieren, zu motivieren und zu behandeln. Sie wollen den Inhaftierten helfen, ihr Leben zu ordnen, an ihren Defiziten ressourcenorientiert zu arbeiten und nach Perspektiven für ein straffreies Leben in sozialer Verantwortung zu suchen. Sie können überzeugen. Sie haben das Gespür für einen freundlichen, konstruktiven Umgang. Sie sind belastbar und arbeiten gerne im multiprofessionellen Team. Sie sind fortbildungsmotiviert und qualifizieren sich stetig weiter. Dann sind Sie hier genau richtig.

Welche Anforderungen gibt es für eine Einstellung?

Formale Anforderungen:

  • Sie haben ein Studium der Sozialen Arbeit, der Sozialpädagogik oder des Sozialwesens (Bachelor, Diplom) mit staatlicher Anerkennung als Sozialarbeiter*in oder ein gleichwertiges Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen.
  • Sie treten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung des Freistaates Thüringen ein.
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie verfügen über interkulturelle Kompetenz, möglichst Berufserfahrung und einschlägige Zusatzqualifiaktionen (z.B. Beratung, Casemanagement, Therapie). Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil.

Persönliche Anforderungen:

  • hohe Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Flexibilität
  • hohe kommunikative Kompetenz

Welche Vorteile bietet diese Tätigkeit?

Wir bieten ein interessantes, breit gefächertes Aufgabengebiet, Fortbildungsmöglichkeiten und einen teamorientierten und IT-gestützten Arbeitsplatz. Die Einstellung erfolgt zunächst in ein befristetes oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis. Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen kann eine Verbeamtung im gehobenen Dienst erfolgen.

Während des Beschäftigungsverhältnisses erfolgt eine Vergütung in Entgeltgruppe S 12 TV-L. Nach der Verbeamtung erfolgt die Besoldung im Eingangsamt nach Besoldungsgruppe A 9 Thüringer Besoldungsgesetz (ThürBesG) mit späteren Aufstiegsmöglichkeiten bis Besoldungsgruppe A 12 ThürBesG, wenn Sie bestimmte Funktionen innehaben.

Wo übt man den Beruf aus?

In den Justizvollzugsanstalten und der Jugendstrafanstalt des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://justizvollzug.thueringen.de/karriere-und-ehrenamt/berufsbild-mittlerer-allgemeiner-justizvollzugsdienst

Ein Besprechungsraum mit technischem Equipment und gedeckten Tischen

Was macht man in diesem Beruf?

Der Beruf der Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist sehr vielfältig. Neben dem Aufbau von bühnentechnischen, lichttechnischen und tontechnischen Anlagen, spielt die Steuerung und Programmierung von komplexen Lichtanlagen sowie das Einmessen und Pegeln von Tonanlagen eine große Rolle. Zudem fordert die Tätigkeit eine große konzeptionelle Vorbereitung. Neben der Beurteilung von statischen Elementen, wie Szenenflächen oder fliegenden Bauten, sind die Besuchersicherheit und der Arbeitsschutz einer der wichtigsten Faktoren, zur sicheren Durchführung von Veranstaltungen. Hierfür werden geltende Gesetze, Regeln und Vorschriften eingesetzt, um eine Veranstaltung auf höchstem Sicherheitsniveau zu planen.

Brauche ich Arbeitskleidung?

In Bezug auf die Arbeitssicherheit, ist eine PSA (persönliche Schutzausrüstung), zwingend vorgeschrieben. In Abstimmung mit der Tätigkeit zählen hierunter Arbeitsschutzschuhe, Schutz-Handschuhe, Helm, Gehörschutz, usw.

Technisches Equipment eines Veranstaltungstechnikers bei einer Pressekonferenz

Was sind typische Aufgaben?

Zu den typischen Aufgaben eines Veranstaltungstechnikers beim Freistaat Thüringen gehört die technische Planung von Landesveranstaltungen. Dazu zählt unteranderem die Planung, der Aufbau und die Betreuung von Ton-, Licht und Medientechnischen Anlagen. In diesem Zusammenhang müssen auch statische Elemente unter dem Aspekt der Sicherheit beurteilt werden.

Zum weiteren Aufgabenfeldes des Berufes gehört die (Video-) Aufzeichnung der Leitungsebene oder die Anfertigung von Schulungsvideos, aber auch der Aufbau und die Bedienung komplexer Medientechnik bspw. bei Kabinettssitzungen und Klausuren.

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Man benötigt vor allem handwerkliches Geschick, Verantwortungsbewusstsein, Interesse für IT und Medientechnik, Planungsgeschick und eine gute Kommunikationsfähigkeit.

Welcher fachlichen Qualifikation bedarf es?

Um den Beruf der Veranstaltungstechnikerin/des Veranstaltungstechnikers auszuüben, bedarf es eines erfolgreichen Abschlusses der Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Wie hoch ist die Vergütung?

Die Vergütung richtet sich nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes.

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

Nach Abschluss der Ausbildung besteht die Möglichkeit, den Meisterabschluss (Bachelor Professional) zu erwerben (Meisterstudium), oder auch ein Studium im Bereich der Medientechnik zu starten. Weiterhin hat man die Möglichkeit durch unterschiedlichste Veranstaltungsbereiche viele Erfahrungen zu sammeln.

Wo übt man den Beruf aus?

Sowohl innerhalb einer Versammlungsstätte, als auch im Freien.

Was macht man in diesem Beruf?

Verwaltungsinformatiker*innen leisten als Beamte im gehobenen informationstechnischen Dienst einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation und Zukunft der Thüringer Landesverwaltung. Die Digitalisierung der Thüringer Justiz, insbesondere die Einführung der elektronischen Gerichts- und Strafverfahrensakte sowie der elektronischen Verwaltungsakte ist derzeit eine der spannendsten und größten Herausforderungen innerhalb der Thüringer Gerichte und Staatsanwaltschaften. Als hochqualifizierte Fachkraft sind Sie für die Planung, die Entwicklung und den sicheren Betrieb von IT-Systemen zuständig. Sie verantworten die IT-Sicherheit, leiten Projekte und unterstützen die Verwaltungsbereiche mit Ihrem IT-Wissen bei vielfältigen Aufgaben.

Brauche ich Arbeitskleidung?

nein

Was sind typische Aufgaben?

Die nachfolgende Aufzählung umfasst keineswegs alle Tätigkeitsfelder. Sie soll lediglich die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten verdeutlichen:

  • Betrieb von IT-Systemen und Infrastruktur
    Dieser Bereich beinhaltet die System- und Netzwerkadministration sowie die Planung und Dokumentation der Infrastruktur.
  • Projektleitung IT
    Eigenverantwortliche Planung und Führung von IT-Projekten nach standardisierten Projektmanagementmethoden. Die Zusammenführung von internen und externen Ressourcen zu einem Projekterfolg zeichnet hierbei diesen Teilbereich aus.
  • IT Controlling und Verwaltungsmanagement
    Sie verantworten alle Controlling Instrumente des IT-Bereiches und haben einen vollständigen Überblick über die Verwaltungs- und Organisationsstrukturen, sind versiert im Verwaltungsrecht, dem Dienstrecht und kennen die Grundzüge des Haushaltsrechtes.
  • Digitalisierungsmanagement
    Informationstechnische Basissysteme zur Organisation und Implementierung IT-gestützter Verwaltungsprozesse (Dokumenten-Management-Systeme, Workflow-Management-Systeme und deren Schnittstellen zu den Nutzern) sowie deren Bereitstellung und Betrieb als IT Services prägen Ihren Einsatz.
  • Leitungsfunktion im IT-Bereich
    Mit diesem Abschluss qualifizieren Sie sich für eine Leitungsfunktion im IT- Bereich. Je nach Spezialisierungsschwerpunkt gestaltet sich die Breite des Leitungsspektrums.
  • Anwenderbetreuung
    Als interne Dienstleistung sind Sie regelmäßig direkt mit den Nutzenden in Kontakt. Die Qualitätssicherung unter Anwendung des Erlernten prägt dabei Ihre Arbeit.
  • Datenschutz und Datensicherheit
    Überprüfung und Sicherstellung aller Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen im Rahmen der gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen.
  • IT-Fachsysteme und webbasierte Anwendungen
    Die Prüfung von neuen webbasierten Anwendungen für den Einsatz im Fachbereich sind prägende Aspekte. Neue Anwendungen in die vorhandene IT- Architektur erfolgreich einzubringen und bewährte Anwendungen inhaltlich fortzuentwickeln, sind herausfordernde Aufgaben.
  • Softwareentwicklung
    Die Entwicklung anwendergerechter Software ist ein wichtiger Bereich der Digitalisierung. Die Mischung aus eigener Programmierung und koordinierter Entwicklung von Software obliegt Ihrer Verantwortung.
2 junge Frauen im Büro betrachten Ihre Computer Bildschirme und lächeln dabei Copyright: ©Adobe Stock 183347798

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Die Tätigkeit im informationstechnischen Dienst verlangt neben der Fähigkeit komplexe Sachverhalte zu erfassen, Zusammenhänge zu verstehen und Lösungsansätze, sowie Methoden herauszufiltern auch die Bereitschaft sich den Themen der Nutzenden anzunehmen und ihnen eigenverantwortlich im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen.

In diesem Beruf müssen Digitalisierungsfragen geklärt, IT-Projekte geleitet, über eingehende Anträge entschieden und diese Entscheidungen angemessen vermittelt, gerechtfertigt und umgesetzt werden. All dies setzt ein umfassendes Fach- und Allgemeinwissen sowie Einfühlungsvermögen, Entschlusskraft, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, ein gutes Ausdrucksvermögen und Teamfähigkeit voraus.

Duales Studium (Vorbereitungsdienst)

Das Thüringer Oberlandesgerichts stellt zum 1. Oktober eines jeden Jahres Beamtenanwärter*innen für den Vorbereitungsdienst als Informationstechnische Oberinspektoranwärter*innen (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für duale Studium?

allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss

Wie lange dauert das duale Studium?

Drei Jahre

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Das duale Studium findet in Kooperation mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach statt. Hier nehmen Sie an dem dualen Bachelor-Studiengang „Verwaltungsinformatik“ teil.

Nach bestandener Prüfung sind Sie die Schnittstelle zwischen der Informatik und der öffentlichen Verwaltung. Dieser innovative Studiengang dauert insgesamt 3 Jahre, gliedert sich in 6 Semester und vermittelt:

  • im Theorieteil: qualifizierte IT-spezifische, rechtliche, betriebswirtschaftliche sowie verwaltungswissenschaftliche Kenntnisse (Informationen der Dualen Hochschule)
  • im Praxisteil: fachliche Methoden, Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Verwaltung digitaler zu gestalten

Während eines jeden Semesters werden Sie sowohl fachtheoretische Abschnitte an der Dualen Hochschule Gera – Eisenach (Campus Gera) und fachpraktische Abschnitte am Thüringer Oberlandesgericht durchlaufen.

Welche Anforderungen gibt es für das duale Studium?

Formale Anforderungen:

  • allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss
  • mindestens befriedigende Leistungen (3,0 im Notensystem 1 - 6 / 7,0 im Punktesystem 0 - 15) im Gesamtschnitt sowie jeweils in den Fächern Deutsch und Mathe
  • Erfüllung der Anforderungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis (§ 8 Thüringer Laufbahngesetz i.V.m. § 7 Beamtenstatusgesetz)

Persönliche Anforderungen:

  • Grundkenntnisse im Umgang mit moderner Informationstechnik
  • Interesse an den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Umsetzung von Verwaltungs-prozessen sowie elektronischen Verwaltungsverfahren
  • mathematisches, analytisches, konzeptionelles und abstraktes Denkvermögen
  • Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit, Motivation und Engagement für das Studium

Welche Vorteile bietet dieses duale Studium?

  • Studium in festem Kursverband mit hohem Praxisbezug
  • Bachelorabschluss
  • Verbeamtung ab dem ersten Studientag
  • Anwärterbezüge (Grundbetrag in Höhe von ca. 1.300 € plus ggf. Familienzuschläge)
  • sehr gute Übernahmechancen nach dem Studium
  • Übernahme der Semestergrundbeiträge
  • krisensicherer Arbeitgeber
  • Flexibilität in der Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung
  • Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie
  • 30 Urlaubstage jährlich
  • Karriere- und Fortbildungsförderung
  • Gesundheitsmanagement

Weitere Informationen finden Sie unter: https://gerichte.thueringen.de/ausbildung/informationstechnischer-dienst

Was macht man in diesem Beruf?

Die Beamten*innen des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten des Freistaats Thüringen kommt innerhalb des Justizvollzugs große Bedeutung zu, weil sie neben den Verwaltungsaufgaben in Geschäftsleitung und Personaladministration, Arbeits- und Versorgungswesen, Rechnungswesen oder Controlling insbesondere die speziellen vollzuglichen Aufgaben des mittleren Führungsmanagements einer Justizvollzugsanstalt selbständig und eigenverantwortlich wahrnehmen. Sie verstehen sich als Bindeglied innerhalb des Systems der beteiligten Berufsgruppen und als Rückgrat des Vollzuges und der Verwaltung.

Was sind typische Aufgaben?

  • Als Leiter oder Leiterin einer Vollzugsabteilung planen und organisieren Sie die Betreuung der Gefangenen und deren Resozialisierung.
  • Im Sicherheits- und Ordnungsdienst obliegt Ihnen die Sicherheitsüberwachung des gesamten Dienstbetriebes. Dabei führen Sie auch selbst Kontrollen durch.
  • Im Personalwesen bearbeiten Sie sämtliche Personalangelegenheiten der Beamten und Beschäftigten der Justizvollzugseinrichtung.
  • In der Arbeitsverwaltung haben Sie die fachliche Leitung der Arbeitsbetriebe inne, in dem die Gefangenen ausgebildet und beschäftigt werden.
  • Als Leiter oder Leiterin der Wirtschaftsverwaltung stellen Sie die Versorgung einer Justizvollzugsanstalt mit Verpflegung und anderen Bedarfsgütern sicher.
  • Innerhalb der Bauverwaltung sind Sie für die Verwaltung der Anstaltsgebäude sowie für Bau- und Renovierungsmaßnahmen verantwortlich.
Junge Menschen stehen zusammen die vorderen Beiden tragen eine Uniform der Thueringer Justiz

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Wichtige Voraussetzungen für den Beruf der Vollzugsbeamten*in einer Justizvollzugsanstalt sind hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität und hohe kommunikative Kompetenz.

Duales Studium (Vorbereitungsdienst)

Die Landesjustizverwaltung, Abteilung Thüringer Justizvollzug, stellt zum 1. August eines jeden Jahres Beamtenanwärter/innen in der Laufbahn des gehobenen Justizdienstes im Vollzugs- und Verwaltungsdienst bei Justizvollzugsanstalten des Freistaats Thüringen (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für das duale Studium?

Fachhochschulreife oder eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein gleichwertiger Bildungsstand

Wie lange dauert das duale Studium?

Drei Jahre

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Das duale Studium erfolgt in einem drei Jahre dauernden Vorbereitungsdienst. Der Vorbereitungsdienst umfasst das Fachstudium an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel und berufspraktische Studienzeiten an verschiedenen Justizvollzugsanstalten im Freistaat Thüringen.

Der fachwissenschaftliche Teil besteht aus Vorlesungen, Seminaren und praktischen Übungen, z.B. in folgenden Fächern:

  • Vollzugsverwaltung
  • Straf- und Strafprozessrecht
  • Kriminologie
  • Psychologie

Der fachpraktische Studienteil in den Ausbildungsbehörden dient der Vertiefung ihrer Kenntnisse und umfasst alle Verwaltungs- und Vollzugsbereiche einer Justizvollzugsanstalt.

Das Studium gliedert sich in folgende Abschnitte:

  1. Praktische Einführung: 1 Monat (Einführung in das Berufsbild, Aufbau einer Justizvollzugseinrichtung)
  2. Fachwissenschaftliches Studium - 1. Teil: 8 Monate
  3. Fachpraktisches Studium - 1. Teil: 8 Monate
  4. Fachwissenschaftliches Studium - 2. Teil: 7 Monate
  5. Fachpraktisches Studium - 2. Teil: 9 Monate
  6. Fachwissenschaftliches Studium - 3. Teil: 3 Monat

Welche Anforderungen gibt es für die Ausbildung?

Formale Anforderungen:

  • Fachhochschulreife oder eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein gleichwertiger Bildungsstand
  • Höchstaltersgrenze gemäß § 7 ThürLaufbG noch nicht erreicht
  • Erfüllung der sonstigen Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach § 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz

Persönliche Anforderungen:

  • hohe Lernbereitschaft und Motivation
  • strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise
  • Entscheidungsfreude und Verständnis für sachliche Zusammenhänge
  • souveränes Auftreten und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
  • Teamgeist und soziale Kompetenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • körperlich, geistig und charakterlich für den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst geeignet

Welche Vorteile bietet diese Ausbildung?

  • ein praxisnahes duales Fachhochschulstudium
  • ein Beamtenverhältnis auf Widerruf ab Beginn des dualen Studiums mit guten Übernahmechancen in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes
  • verantwortungsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • eine Vergütung nach dem Thüringer Besoldungsgesetz
  • gute Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten
  • regelmäßige Fortbildungen
  • einen sicheren Arbeitsplatz mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Thüringer Justizvollzugs

Wo übt man den Beruf aus?

In den Justizvollzugsanstalten und der Jugendstrafanstalt des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://justizvollzug.thueringen.de/karriere-und-ehrenamt/berufsbild-gehobener-allgemeiner-justizvollzugs-und-verwaltungsdienst


Was macht man in diesem Beruf?

Die Beamten*innen des mittleren allgemeinen Vollzugsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten des Freistaats Thüringen bilden die größte Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Justizvollzugsanstalt und haben eine wichtige Schlüsselrolle. Sie sind die ersten Ansprechpersonen für die Gefangenen. Sie sind verantwortlich für die sichere Unterbringung und zuständig für die Betreuung, Versorgung und Beaufsichtigung der Inhaftierten. Sie unterstützen die Sozialen, Psychologischen und Medizinischen Dienste bei der Behandlung der Gefangenen. Sie ordnen und gestalten den Tagesablauf in der Vollzugsabteilung. Sie wirken bei der Aufnahme und Entlassung der Inhaftierten mit.

RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Außenansicht Justizzentrum Jena
RECHTspannend - Ausbildung und duales Studium in der Thüringer Justiz

Brauche ich Arbeitskleidung?

Während des Dienstes besteht die Verpflichtung zum Tragen von Dienstkleidung.

Sie sind zum Führen verschiedener Führungs- und Einsatzmittel u. a. eines Schlagstockes, eines Reizstoffsprühgerätes und Hand- bzw. Fußfesseln sowie Schutzwesten berechtigt.

Sie nehmen regelmäßig an Einsatztrainings teil, um Fähig- und Fertigkeiten zu entwickeln, Einsatzsituationen professionell zu bewältigen.

Was sind typische Aufgaben?

Die Männer und Frauen des mittleren allgemeinen Vollzugsdienstes sind im Rahmen des Behandlungsvollzuges unter anderem beteiligt an:

  • der Meinungsbildung bei Entscheidungen über Urlaub, Ausgang und Ausführungen der Gefangenen,
  • der Betreuung der Gefangenen im Vollzugsalltag,
  • der Planung und Durchführung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Gefangene,
  • der Konzeption und Realisierung sinnvoller Freizeitangebote für Gefangene,
  • der Vorbereitung der Entlassung und Wiedereingliederung von Gefangenen in die Gesellschaft
  • der Annahme und Bearbeitung von Anträgen der Gefangenen und
  • sie arbeiten mit den Fachdiensten zusammen (z.B. Psychologischer Dienst, Sozialer Dienst)

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten bilden die Bereiche Sicherheit und Ordnung. Hierzu zählen insbesondere:

  • die Kontrolle und Überwachung des Außen- und Innenbereiches, einschließlich der Hafträume und der Habe der Gefangenen,
  • die Kontrolle der Gefangenen, insbesondere bei der Rückkehr aus einem Urlaub und von der Arbeit,
  • Besuchskontrollen und Besuchsüberwachung,
  • Vorführungen von Gefangenen innerhalb der Anstalt, z. B. zum Sozialarbeiter, Vollzugsabteilungsleiter, Arzt oder Anstaltsleiter, zur externen Sucht- und Schuldnerberatung, zu den externen Übergangsmanagern*innen
  • Vorführungen von Gefangenen außerhalb der Anstalt, z. B. zum Facharzt oder zu Gerichtsverhandlungen,
  • die Überwachung von Freizeitbeschäftigungen und Behandlungsmaßnahmen der Gefangenen,
  • die Kontrolle der ein- und ausgehenden Briefe und Pakete sowie deren Ausgabe,
  • die Überwachung der Essenausgabe und des Aufenthalts im Freien
Vier Menschen in Uniform der Thüringer Justiz stehen zusammen an einem Treppengelaender

Welche Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen sollte man mitbringen?

Wichtige Voraussetzungen für den Beruf der Vollzugsbeamten*in einer Justizvollzugsanstalt sind hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität und hohe kommunikative Kompetenz.

Ausbildung/Vorbereitungsdienst

Die Landesjustizverwaltung, Abteilung Thüringer Justizvollzug, stellt zum 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres Beamtenanwärter/innen in der Laufbahn des mittleren Justizdienstes für den mittleren allgemeinen Vollzugsdienst bei Justizvollzugsanstalten des Freistaats Thüringen (m/w/d) ein.

Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?

  • den Abschluss einer Hauptschule mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder
  • den Abschluss einer Realschule bzw. eines gleich- oder höherwertigen Schulabschlusses nicht zwingend mit Berufsausbildung

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsabschnitte, die jeweils im Wechsel stattfinden und aufeinander aufbauen. Die fachtheoretische Ausbildung findet in der Justizvollzugsausbildungsstätte im Bildungszentrum Gotha statt.

Berufspraktische Fähigkeiten werden an verschiedenen Ausbildungsbehörden (Jugendstrafanstalt Arnstadt und den Justizvollzugsanstalten Tonna, Hohenleuben, Untermaßfeld und Goldlauter) im Freistaat Thüringen vermittelt.

Welche Anforderungen gibt es für die Ausbildung?

Formale Anforderungen:

  • den Abschluss einer Hauptschule mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder
  • den Abschluss einer Realschule bzw. eines gleich- oder höherwertigen Schulabschlusses nicht zwingend mit Berufsausbildung
  • am Einstellungstag mindestens 18 Jahre alt (andernfalls ist auf Grund der gesetzlichen Schutzvorschriften ein Einsatz im Schichtdienst nicht möglich)
  • Erfüllung der sonstigen Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach §§ 7, 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz
  • Führerschein Klasse B

Persönliche Anforderungen:

  • charakterlich, geistig und körperlich, sowie in gesundheitlicher Hinsicht für den mittleren allgemeinen Vollzugsdienst bei den Justizvollzugsanstalten geeignet (PDV 300)
  • hohe Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Flexibilität
  • hohe kommunikative Kompetenz

Welche Vorteile bietet diese Ausbildung?

  • eine interessante und praxisnahe Ausbildung
  • eine Vergütung nach dem Thüringer Besoldungsgesetz (Anwärterbezüge während der Ausbildung und nach erfolgreichem Abschluss Ernennung im Eingangsamt Besoldungsgruppe A7)
  • gute Übernahmechancen in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes

Wo übt man den Beruf aus?

In den Justizvollzugsanstalten und der Jugendstrafanstalt des Freistaats Thüringen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://justizvollzug.thueringen.de/karriere-und-ehrenamt/berufsbild-mittlerer-allgemeiner-justizvollzugsdienst